Mit welchem Mikrofon nehmen Sie am PC auf?

werde ich oft gefragt. Da gibt es keine eindeutige Antwort. Ich habe auch schon viel probiert. Es gab auch Zeiten zu denen der Rechner einfach nicht schnell genug war – das ist zum Glück lange vorbei. Die Quelle der Aufnahmequalität hat sich in der Kette weiter nach vorn verschoben – es geht inzwischen wirklich um das Audio-Equipment, also Soundkarte und Mikrofon.

Natürlich gibt es die Studio-Mikrofone wie Rode NT-1A Großmembran-Kondensatormikrofon, dazu benötigt man noch einen Mixer mit Phantomspannungsquelle und hat dann nur noch die Raumakustik als Optimierungsmöglichkeit. Aber damit habe ich noch nicht gearbeitet. Ich möchte hier günstigere Lösungen vorstellen, die aber auch schöne Ergebnisse im Profibereich abliefern.

Nicht nur für Audio-Aufnahmen

Ein Mikro am Rechner nutze ich nicht nur für Audio-Aufnahmen. Das wird für Webinare, TeamViewer-Sessions und für Aufnahmen mit iSpring genutzt. Außerdem läßt sich damit auch Telefonieren.

Headset Multitalent

Deshalb ist mein erster Tipp: Hochwertiges Headset mit gutem Mikrofon. Dadurch lässt sich mit einer einzigen Investition schon einiges abdecken.

Mein Favorit war lange Zeit das Multitalent Jabra 9400 Serie. Dazu gibt es sogar ein Bild mit mir (oben). Es gibt einem absolute Bewegungsfreiheit(kein Kabel), und kann die Telefonzentrale für Festnetz, PC und Handy sein. Sehr gute Geräuschminderung, hervorragende Soundqualität und absolutes Profigerät. Es wir einen nie mit zu lauten Tonquellen schocken und erfreut durch ausgereifte Bedienung und Zusatzsoftware.

Beide Hände frei und kein Kabelsalat

Es war meine erste Anschaffung im neuen Büro, weil freihändig telefonieren einfach für mich notwendig ist und den Kabelsalat hatte ich satt. Wer einmal damit telefoniert hat, möchte nicht mehr anders – bis zu dem Tag an dem mitten im Kundengespräch das Akku alle ist.

Akku und Abnutzung

Das ist aber auch mein einziger Kritikpunkt: Das Akku hält nicht ewig. Die DECT-Verbindung nur ein Stockwerk weit. Ein längeres Webinar ist von der Laufzeit her unproblematisch, wenn danach aber noch Beratungsgespräche folgen, dann reichen die 4 Stunden eben nicht. Ein Akku hat auch eine begrenzte Lebenszeit, deshalb gibt es Ersatzakkus und Ersatzpolster (hab ich beides schon gebraucht und es ist einfach zu montieren). Jabra liefert  großzügig neue Softwareupgrades und bietet seit Jahren noch kein besseres Profi-Headset.

Kein Akku-Problem mit dem Kabel-Headset

gibt es mit kabelgebundenen Headsets. Ich mag abschaltbar und mit Lautstärkeregler, Noisecancellation und USB stört mich auch nicht, da USB schon länger für Windows keine technische Herausforderung mehr darstellt.

Kabel = mehr Disziplin beim zuhören

Da ich auch eine Telefonflatrate angeschafft habe, musste nun auch ein Telefon-Headset her, bei dem ich 24h am Tag durch telefonieren kann. Außerdem wollte ich mir abgewöhnen beim Telefonieren Wäsche auf zu hängen oder durch die Gegend zu laufen. Das Kabel – obwohl sehr lang – hindert mich daran. (Aber ich hab ja noch das andere…) JEtzt sitze ich geduldig am Platz und höre besser zu und schreibe mehr mit. (Aber ich hab ja noch das andere… und wenn es klingelt, dann ist es immer noch die Nummer 1)

Gute Qualität

Mit Sennheiser-Geräten hatte ich bereits gute Erfahrungen und hab deshalb mal etwas mehr als die üblichen paar Euro fürs PC-Headset investiert. Ich bin positiv überrascht – die Qualität der Aufnahme und in Webinaren ist klasse. und für Stimme optimiert. Es läßt sich auch sehr gut für Aufnahmen mit iSpring verwenden.

Keine automatische Lärmbegrenzung

Jetzt wird mir erst klar, was das Jabra 9470 für meinen Gehörschutz leistet. Beim einfacheren Sennheiser nehme ich erst war, was IP-Telefonie auch für Ausrutscher erzeugt und wie unterschiedlich laut Webinare sein können. Beim PC36 bekommt man alles voll mit und freut sich über den robusten Regler im Kabel. Auch eine Abschaltung hat es, das beruhigt, wenn man da abschaltet, dann hört auch Skype Business nicht mehr zu.

Wenns klanglich perfekt werden muss

Die bisherigen Tipps waren eher pragmatisch – aber es gibt noch andere Anforderungen. Manchmal kann der Ton nciht am PC aufgenommen werden, sondern im Seminarraum, auf einer Bühne oder bei einem Interview. Oder die Aufzeichnung soll mehr als nur Sprachqualität haben. Das alles kann mit einem anderen Gerät abgedeckt werden.

Wunder der Technik und der einfachen Benutzung

Mein lieblings Feldgerät ist das ZOOM H1, eine Kombination aus Diktiergerät, Hightech-Mikro und Aufzeichnungsmaschine. Es ist Soundkarte, MP3-Recorder und Mikro in einem Gerät. Das Wunder: für jede Funktion gibt es einen Knopf – und in nur ganz seltenen Fällen braucht man ein Menü auf dem Bildschirm des Geräts nach Funktionen zu durchsuchen.

Das ZOOM H1 ist einfach genial.

Es hat auch einen Mikro-Eingang, den ich schon genutzt hab, wenn ich ein Lavalier- oder Ansteckmikro eingesetzt hab (dazu weiter unten auch noch eine Empfehlung).

Es läßt sich auch mit einem Mikro-Ständer auf dem Tisch oder auf dem Boden aufstellen. Mit dem Windschutz (Video) können auch Außenaufnahmen gemacht werden. Wer im Stehen ins Mikro sprechen möchte und bei der Qualität keine Abstriche machen will, kommt mit dem H1 schon sehr weit und bleibt unter 100€.

Unbedingt Mikroständer einplanen

Tipp: Mit einem Mikroständer am Boden vermeidet man Geräusche, die evtl. anstoßen an den Tisch entstehen und sich auf ein Tischmikro übertragen würden. Der Windschutz taugt auch als Plop-Schutz, ich liebe Multifunktinale Anschaffungen.

Begleiter am Video-Set

Mit dem H1 kann ich auch bei Videoaufnahmen den Ersatzton aufzeichnen, falls das Kameramikro Probleme macht und da es bei einem Set einfach durchläuft, sind dort notfalls auch alle Schnitt-Ideen mit aufgezeichnet und die Zwischendurchgespräche, die am Set ebnen so stattfinden. Damit ist das Zoom H1 auch ein gutes Gedächtnis für Ideen zwischen durch, weil es auch als Diktafon einsetzbar ist.

Ansteck-Mikro Audio-Technica ATR3350

Klein und fein. Ich hab es seit 2013 und es ist ein Arbeitstier geworden. Vermutlich hätte ich nicht mal neue Batterien gebraucht, wenn ich es immer abgeschaltet hätte. Richtig gut, gute Qualität bei Ton und auch in der Verarbeitung. Kommt aus Japan – die können kleine Sachen ja besonders gut.

Das ATR3350 sit Meine Empfehlung für Interviews – als mobiles Aufzeichnungsgerät benutze ich mein ZOOM H1. Es ist auch mit meinen SONY Videokameras häufiger im Einsatz.

Die Produkt-Bilder sind mit Amazon verlinkt und deren Eigentum. Ich erhalte eine Verkaufsprovision, wenn nach dem Klick etwas bei Amazon gekauft wird. Vielen Dank.

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