iSpring Suite bzw. iSpring Visuals bieten mehrere Interaktionstypen, mit denen sich Bilder, Grafiken und Fotos in interaktive Lerninhalte verwandeln lassen:
Die Beschriftete Grafik, der Hotspot und das Geführte Bild. Auf den ersten Blick wirken alle drei ähnlich – schließlich geht es überall um klickbare Punkte auf einem Bild. Bei genauerem Hinsehen unterscheiden sie sich jedoch in Navigation, Interaktionslogik und didaktischem Einsatzzweck.
In diesem Beitrag erklären wir die Unterschiede und geben eine klare Entscheidungshilfe für Autorinnen und Autoren.
Was haben die drei Annotationen gemeinsam?
Alle drei Interaktionstypen basieren auf demselben Grundprinzip: Ein Hintergrundbild wird mit markierten Bereichen versehen, die beim Anklicken zusätzliche Inhalte anzeigen – Text, Bilder, Video oder Audio. Alle drei werden als HTML5-Interaktion veröffentlicht und passen sich automatisch an mobile Endgeräte an. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch darin, wie die Markierungen gesetzt werden, wie die Lernenden durch die Inhalte navigieren und wofür sich die jeweilige Interaktion inhaltlich eignet.
Beschriftete Grafik – freies Erkunden einzelner Details
Bei der Beschrifteten Grafik platziert der Autor beliebig viele Marker frei auf einem Bild. Jeder Marker öffnet beim Anklicken eine eigene Beschreibung mit Titel, Text und optionalen Medieninhalten. Die Reihenfolge, in der die Lernenden die Marker anklicken, ist dabei egal – es gibt keine erzwungene Abfolge. Die Lernenden entscheiden selbst, welchen Punkt sie sich zuerst ansehen.
Die Beschriftete Grafik eignet sich immer dann, wenn die einzelnen Informationspunkte inhaltlich unabhängig voneinander sind und keine bestimmte Reihenfolge erfordern. Typische Beispiele:
- Bauteile einer Maschine oder eines Geräts erklären
- Funktionen einer Softwareoberfläche beschriften
- Produktmerkmale auf einem Foto hervorheben
- Räume eines Gebäudeplans einzeln erläutern
Kurz gesagt: Immer dann, wenn Lernende frei explorieren sollen, ohne dass ein Punkt logisch auf den anderen aufbaut.
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Geführtes Bild – Schritt für Schritt durch das Bild
Das Geführte Bild sieht der Beschrifteten Grafik auf den ersten Blick sehr ähnlich, unterscheidet sich aber in einem zentralen Punkt: Statt frei platzierter Marker zeigen Pfeile auf einen bestimmten Punkt im Bild, und die Lernenden werden über Weiter- und Zurück-Schaltflächen aktiv durch die einzelnen Stationen geführt. Die Reihenfolge der Punkte wird vom Autor festgelegt und ist für die Lernenden verbindlich.
Das Geführte Bild ist die richtige Wahl, wenn eine bestimmte Reihenfolge didaktisch wichtig ist – etwa weil ein Ablauf, Prozess oder eine Erzählstruktur vermittelt werden soll. Typische Einsatzfälle:
- Schritt-für-Schritt-Anleitungen an einem Bild erklären (z. B. Bedienung eines Geräts von links nach rechts)
- Einen Ablaufprozess entlang eines Schaubilds führen
- Eine Tour durch ein Bild mit aufeinander aufbauenden Informationen
Der Unterschied zur Beschrifteten Grafik lässt sich so zusammenfassen: Beschriftete Grafik = freies Erkunden, Geführtes Bild = geführte Tour.
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Hotspot – Flächen und Bereiche markieren
Der Hotspot unterscheidet sich von den beiden anderen Interaktionen dadurch, dass nicht nur einzelne Punkte, sondern frei definierbare Flächen und Formen auf dem Bild markiert werden können. Autoren zeichnen eigene Bereiche ein – zum Beispiel ein Land auf einer Landkarte, ein Organ auf einer Körperskizze oder eine Zone auf einem Grundriss. Auch hier lässt sich die Reihenfolge der Hotspots über die Liste festlegen, und Lernende navigieren über Weiter/Zurück oder durch direktes Anklicken der Fläche.
Dieser Interaktionstyp eignet sich besonders, wenn es um räumliche oder flächenbezogene Zuordnungen geht statt um einzelne Punkte. Typische Einsatzfälle:
- Länder oder Regionen auf einer Weltkarte zuordnen
- Anatomische Bereiche auf einem Körperschema erklären
- Zonen auf einem Grundriss oder Lageplan kennzeichnen
- Wissensabfragen, bei denen Lernende die richtige Fläche anklicken müssen
Der Hotspot lässt sich damit auch als einfache Verständnisfrage einsetzen: Klicken die Lernenden auf die korrekte Fläche, ist die Aufgabe gelöst.
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